Wie wird's gemacht?

Auf dieser Seite gebe ich Euch ein paar Tipps wie man unsere Fontänen zu effektvollen Frontstücken verarbeiten kann.
Hier zeige ich die Grundlagen und auf der nächsten Seite gibt's Ideen wie sich die Teile beweglich gestalten lassen. Also Sonnenräder Springbrunnen usw. Meine persönlichen Favoriten sind die kombinierten Frontstücke. Mit relativ geringem Aufwand kommt man hier zu beeindruckenden Ergebnissen. Wichtig: Bitte immer unsere Gebrauchsanweisung beachten!

Als Grundkörper verwenden wir gerne Laminatabfälle. Baumärkte geben "angeknackste" Laminatpaneele für ganz kleines Geld oder auch kostenlos ab. Da wir Nut und Feder ohnehin absägen ist das optimal für uns. Die Brettchen sind ausreichend wetterfest, sehr stabil und leicht zu verarbeiten. Wenn man die Frontstücke öfters verwenden will, empfiehlt es sich die Fontänen nicht direkt  mit Heißkleber aufzukleben. Hierfür bieten wir unsere Halter an. Gefertigt aus Aluminium und einer Edelstahlfeder haben die Teile fast das ewige Leben. Ab sofort bei
www.mr-pyrotechnik.de erhältlich!
Die Halter haben vorgebohrte Löcher, so daß man sie leicht anschrauben oder nieten kann. Außerdem sind die Halter schräg abgeschnitten und lassen sich so auch einfach mit einer Schraubzwinge befestigen. Schließlich darf man fremde Gebäude ja nicht immer einfach so anbohren...
Frontstück  Halter mit Zwinge                            Halter 
Die folgende Anleitung ist überarbeitungsbedürftig und wird bald durch eine Neue ersetzt. Ich verwende KEINE gedeckte Stoppine mehr zum verleiten! Geht viel besser mit "Speer's Blitzband" Anleitung folgt demnächst hier.
Hier schon mal eine Begründung warum (moderne) gedeckte Stoppine für (barocke) Frontstücke nicht taugt:

...oder: Wie Fehlzündungen zustande kommen. Auf dieser Aufnahme sieht man sehr schön, wieviel (zunächst kalte) Luft vor der Feuerfront her getrieben wird und welcher Druck bzw. Kraft dabei frei wird. Kalte Luft zündet nix an und abgerissenen Stoppinen auch nicht.

Damit man  die Fontänen gleichzeitig "ankriegt"  kann man natürlich die klassische Variante mit  angeklebtem Papiertütchen und  mittels Feuerwerkerknoten eingebundener Stoppine  verwenden. Sieht jedenfalls am besten aus, dauert aber auch am längsten.

Wir machen das so :

Zunächst werden die Fontänen auf die Grundplatte aufgesteckt, bzw. aufgeklebt.

Dann legt man die gedeckte Stoppine darüber und schwächt die Pappierhülle über der Anzündstelle der Fontäne. Am einfachsten geht das, indem man die Stoppine einfach locht. Wir verwenden eine Lochzange, alternativ können ängstliche Gemüter auch eine kleine Stechahle verwenden. 3 mm Loch reicht locker damit das Feuer auf die Zündstelle schlägt.

Dann wird die Stoppine mittels Feuerwerkerknoten oder Klebeband an der Fontäne fixiert und die Stoppine zu nächsten Zündstelle geführt. Zum Schluß decken wir die Anzündstelle mit einer Lage Paketband gegen Feuchtigkeit ab - Fertig!


Wenn man mehrere gleiche Frontstücken machen möchte bzw. sich die Bränder auf Vorrat verbunden hinlegen möchte, ist es praktisch, auf der Arbeitsplatte mittels Strichen oder Klebebändern die Lochabstände zu markieren. Nun werden die Fontänen auf die Stoppine montiert und bei Bedarf einfach in die vorbereiteten Halter gesteckt. Diese Vorbereitung spart in der Saison viel Zeit und im Lager Platz.


Wenn man sicherstellen kann, daß keine Funken vorher schon auf das Frontstück fallen können, funktioniert natürlich auch Tapematch. Auch hier empfiehlt sich eine Abdeckung der Anzündstelle mit Paketband. Aber wie gesagt: Vorsicht! Tapematch ist sehr empfindlich und zündet schon durch einen einzigen Funken. Gut hilft hier übrigens das zusätzliche Abdecken des Tapes mit Alu-Tape.

Wichtiger Hinweis aus der Praxis: Es ist ratsam die Stoppinen mit einem scharfen Messer anzuritzen damit sie leichter wegplatzen können. Es kann sonnst passieren, daß die heißen Gase die kalte Luft vor sich her treiben und die Stoppinen reißen ab bevor die Flamme die Fontänen zünden kann!
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Klassisch   Lochzange
Stechahle   Fixieren 
Abdeckung   Markieren

zu kompliziert?  Hier zeigt Euch mein Freund und Mittäter Marc Speer wie's noch einfacher geht:
 
... und falls Ihr beim Ansehen genausoviel Spaß hattet wie wir beim drehen - es gibt mehr:

 
... und noch mehr: